Sophie endlich zu Hause

Nun hatte ich die Sophie zu Hause. Das kleine Knäuel hat ständig versucht, unter Möbel oder in die letzte Ecke sich zu verkriechen. Sie hatte solche Angst, schließlich war sie zum ersten Mal ohne ihre Mutter Maui und die drei Geschwister.

Sie war noch so klein, dass sie wirklich an den unmöglichsten Stellen sich verstecken konnte. Ich war nur mit Suchen beschäftigt und mit Trösten. Sie weinte so jämmerlich, herzzerreißend war das. So ging es die ersten drei Tage. Dann wurde sie zutraulicher und verweigerte auch nicht mehr die Nahrungsaufnahme. Ich habe mir sagen lassen, dass das völlig normal sei. Nun denn sei es drum habe ich mir gedacht, es kann nur besser werden.

Und wie gesagt das wurde es auch. Sie wuchs bei uns langsam auf, war wahnsinnig verspielt. Jagte jeden kleinen Ball nach, ihr Lieblingsspielzeug aber war eine Maus aus Kanninchenfell, die an einer Art Angel befestigt war.
Ich weiß nicht mehr, wieviele solche Mäuse ich besorgen musste, weil die Schnur sehr leicht riß. Aber am wichtigsten war, dass Kleinsophie beschäftigt und glücklich war. Sie hat auch sehr bald das Bettchen und den Tunnel akzeptiert, die ich schon vorher angeschafft hatte. Das stimmte mich sehr zuversichtlich.

Sophie wurde bald so groß, dass sie nicht mehr an ihre anfänglichen Verstecke herankam. Außerdem hat sie sehr bald unser Bett für sich erobert und wer auch eine Katze hatte, weiß wovon ich spreche. Die Menschen müssen dann Rücksicht auf die Katze nehmen und zur Seite rücken mit ihren Beinen beispielsweise. Es ist auch ein großer Vertrauensbeweis.

Im September im Alter von 5 Monaten durfte sie zum ersten Mal raus in den Garten. Sie war sehr vorsichtig in ihren Erkundungsgängen. Es hat auch etwa zwei weitere Monate gedauert, bis sie entdeckt hatte, dass man wunderbar auf
die Bäume klettern kann. War das eine Freude, sie am Stamm hochjagen zu sehen und wieder runter. Vögel waren von Anfang an in ihrem Beuteschema, das ist wohl der angebore Jagdinstinkt. Sie sauste denen hinterher, aber bis
jetzt hat sie noch keinen gefangen. Es ist halt ein Spiel für sie. Sie pirscht sich heran und die Vögel fliehen. Herrliches Spiel nicht wahr.

Dann kam der Winter und Sophie hat ihren ersten Schnee entdeckt.

Wegen der Kälte haben wir dann die Ausflüge nach draußen etwas eingeschränkt. Und Sophie entdeckte den Keller als neues Revier für sich. Wunderbare Düfte und unbekanntes Terrain zum Schnüffeln und Entdecken. Voller Spinnweben kehrte sie von diesen Eskapaden zurück, grade schen wars. An Ihren Namen hatte sie sich innerhalb der ersten Monate wunderbar gewöhnt. Und der Name passt sehr gut zu ihr.

Im Frühjahr im Alter von 11 Monaten, also im April, wurde Sophie geschlechtsreif. Die erste Rolligkeit machte sich bemerkbar, indem die kleine Katze wie ein kleines Kind schrie. Sie wollte unbedingt raus und dort hoffte sie, einen Kater zu finden. Ich meine ja, dass sie gar nicht wußte, wie ihr geschieht und was diese plötzliche Veränderung zu bedeuten hatte. Es ist einer der Instinkte, die sie einfach geleitet hatte. Zum Glück hatte sie keinen Partner gefunden. Sonst wäre ich demnächst ganz schön in der Bredoullie. Jetzt ist es glücklicherweise für alle Beteiligten vorbei.

(ia) Hauskatze Sophie 1. Teil

Comments (1)

Haustier KatzeJanuar 24th, 2012 at 17:56

Britisch Kurzhaar Katzen bringen allerhand Vergnügen, denn sie sind ruhige, ausgeglichene, gesellige und äußerst schöne Tiere und somit einfach angenehme Mitbewohner mit einem tollen Charakter.

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